Bildungsministerium schafft letzte Reihe im Klassenzimmer ab

Bonn (Archiv) – Das Bildungsministerium will schon ab dem kommenden Schuljahr die letzte Reihe in Klassenräumen abschaffen. Laut Ministerin Johanna Wanka (CDU) sollen zunächst bundesweit 500 Schulen den Modellversuch starten, bei Erfolg sollen weitere nachziehen. Der Stein des Anstoßes: Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Schüler, die in der letzten Reihe sitzen, im Schnitt deutlich schlechtere Zensuren erreichen als ihre weiter vorne sitzenden Klassenkameraden.
„Darüber hinaus ist die letzte Reihe ein ständiger Unruheherd“, führt ein Sprecher des Bildungsministerium weiter aus und weist auf erschreckende Befunde hin: So hätten ballistische Auswertungen ergeben, dass 94 Prozent aller feuchten Papierkügelchen aus der letzten Reihe abgefeuert werden. Auch 70 Prozent aller Unfälle mit kippenden Stühlen finden dort statt.
Weil das Bildungsministerium die derzeitigen Klassengrößen aus wirtschaftlichen Gründen nicht reduzieren kann, sollen die Tische der abgeschafften letzten Reihe kurzerhand einfach vor der ersten Reihe platziert werden. Alle Schüler rutschen dann eine Reihe auf.
Das Ministerium verspricht sich dadurch erhebliche Leistungssteigerungen. Im Gegensatz dazu sehen aber vor allem männliche Schüler das Experiment eher kritisch. Sie befürchten starke Imageschäden, falls sie in die verhasste vorletzte Reihe aufrücken müssen.

Ein Beitrag aus: Der Postillon

und wer den Postillion nicht kennt, es ist eine Satire 🙂

Fragen zu Ethik und Moral

Welchen Sinn macht es, jungen Menschen die Kompetenz zu vermitteln, daß sie entscheidungsfähig und diskursfähig sind?

Veröffentlicht am 26.05.2017

Was Schulen und Hochschulen den Lernenden vermitteln, hat wenig mit Ethik zu tun. Aus Verärgerung über die Vermischung von Moral und Ethik hat Christoph Schmitt ein Buch geschrieben. Titel: „Die Moral ist tot. Es lebe die Ethik – Warum ethische Bildung Schule machen muß.“

„Der Sinn der Ethik besteht darin, daß wir aus der Differenz zwischen Moral und Ethik lernen, wie wir in Zukunft unsere Gemeinschaft einigermaßen sinnvoll gestalten können.“ Bildungsinstitutionen verharren in einem moralischen Korsett und beflügeln nicht die Weiterentwicklung von Demokratie, Menschenrechte, Ökologie, Gerechtigkeit und Ökonomie.

Moralischer Ablaßhandel

„Moralvermittlung in Schulen und Hochschulen heißt vor allem, daß wir in der Erziehung lernen, was man tut und was man nicht tut. In der Schule lernen wir ganz bestimmt gesellschaftliche Strukturen, Hierarchien, wir lernen, wer das Sagen und die Macht hat. Und wir lernen eigentlich, daß gut begründetes Argumentieren nicht wirklich weiterhilft“, so Schmitt im ichsagmal.com-Autorengespräch.

In dieser Grundschule pflanzen die Schüler ihr Essen selbst an

Lernen fürs Leben – in einer Grundschule in Uruguay sind das mehr als bloße Worte. Das Schulgebäude ist zu 70 Prozent aus recycelten Flaschen, Dosen und Reifen gefertigt. Geheizt wird mit selbst produziertem Ökostrom und überall auf dem Gelände wächst Gemüse. Die Kinder pflanzen es selbst an, versorgen es und verspeisen es dann als Zutaten zu ihrem Mittagessen in der Schule.

Dieser Film ist lehrreicher, als jahrelanger Schulbesuch!

Dieser Film wurde weltweit bereits über 100 Millionen Mal gesehen, hier geht es zum Youtube Kanal von THRIVE Movement

Fröbel-Kran

Im häufigen Einsatz.

„Sehr gut war die Einbindung des Kranes in die Teambildungstage der neuen Fünftklässler.“ Marco Schlichting-Peters, Schulsozialarbeit Amt Sandesneben/Nusse (2016)