Mit der Axt zur nächsten Sitzung des Schulvorstands erscheinen? Warum nicht?

  • Geschlechtsneutrale Toiletten, Ausflüge in Schwulen-Bars, Unterricht zum Thema „Essen von Babys“ – Eltern sind zu Recht wütend über den woken* Unsinn, der unseren Kindern aufgezwungen wird.

Ein Kommentar von David Haggith

Der Anblick eines republikanischen Senators, der den Generalstaatsanwalt scharf angeht, weil dieser dem FBI befohlen hat, „inländische Terroristen“ zu überwachen, die an Sitzungen des Schulausschusses teilnehmen, spiegelt die Wut wider, die in vielen Familien im ganzen Land zu spüren ist. Während sich der Nationale Verband der Schulbehörden (NASB) dafür entschuldigt hat, empörte Eltern als „inländische Terroristen“ zu brandmarken und deswegen das FBI eingeschaltet zu haben, hat der US-Kongress diese Woche beschlossen, sich gegen Generalstaatsanwalt Merrick Garland zu stellen. Dieser hat sich auf die Seite des Verbandes gestellt und das Justizministerium angewiesen, die Sitzungen der Schulbehörden zu überwachen.

Das Entfachen der Wut

Um zu verstehen, warum Senator Tom Cotton sich auf Merrick Garland einschoss, muss man wissen, wo diese Wut ihren Ursprung hat. Senator Cotton drückte seine Wut als eine Stimme im Kongress stellvertretend für jene Eltern aus, die über Schulbehörden verärgert sind, die versuchen, die moralische Entwicklung junger Menschen zu steuern, indem man sie zwingt, über die erbärmlichsten Formen menschlichen Verhaltens nachzudenken. Diese Wut kann als Frustration gegenüber einer Behörde betrachtet werden, die mehr darauf bedacht zu sein scheint, sich selbst vor wütenden Eltern zu schützen als Schüler vor bizarren Schulpraktiken. So dachte etwa ein Lehrer in Georgia kürzlich, es sei eine gute Idee, seine Gymnasiasten über Möglichkeiten nachdenken zu lassen, wie man Babys aufziehen kann, um sie anschließend zu essen.

Der vielschichtige Plan der Schüler schlug neben vielen konsumorientierten Ideen vor, dass die US-Regierung China bei seinem Überbevölkerungsproblem helfen könnte, indem sie das Land dazu bringt, Neugeborene zum Konsum in die USA zu schicken. Zumindest wurde den Kindern, die im Plan als Nahrung vorgesehen waren, versprochen, vor einer gesunden Mast und einer anständigen Beerdigung eine ordnungsgemäße COVID-19-Impfung zu erhalten. Der Plan sah vor, dass nur Kinder von Menschen genommen würden, die sie „leider nicht behalten“ können, sozusagen als Alternative zu einer Abtreibung.

Der Gedanke, Menschen als Nahrung zu verwenden, war einst die große dystopische Vision im Buch und dem darauf basierenden Film „Soylent Green„. Jetzt ist es ein Thema im Schulunterricht. Nur eine Denkübung? Vielleicht. Doch Anfang dieses Jahres haben kalifornische Schulen im Rahmen einer anderen seltsamen Politik damit begonnen, Kindern im Rahmen ihres neuen Modelllehrplans für ethnische Studien beizubringen, aztekische Götter zu besingen oder anzubeten. Schulen, die Gebete zu Jesus verbieten, sehen kein Problem darin, Kindern beizubringen, Götter anzubeten, die früher Kinderopfer einforderten. Auch das wurde als eine Lektion in Offenheit des Denkens präsentiert. Was soll das also mit Schulen, die sich darauf konzentrieren, Babys als Nahrungsmittel zu überdenken oder sie als Opfergabe religiöser Anbetung zu betrachten?

Nicht nur als Lehrerin, sondern auch als Schulvorstandsmitglied in Florida dachte jemand, es würde großen Spaß machen und lehrreich sein, Grundschulkinder in eine Bar zu führen. Nicht bloß in irgendeine Bar – sondern in eine Bar für Schwule. Und nicht bloß eine Bar für Schwule, sondern eine, in der eine explizite Speisekarte geführt wird, mit verführerischen Gerichten wie „Jungfräulicher Cowboy“ oder „Ivana-Schlampe“ an einer „Versohl mir die Pobacken, bis sie rot sind“-Soße. Echt jetzt? Das Schulvorstandsmitglied war so stolz auf diesen Ausflug, dass es Fotos davon in den sozialen Medien veröffentlichte und bemerkte, dass es solche Ausflüge „jedes Jahr“ unternimmt. Die Grundschüler durften sogar einen „Rosie’s Bar & Grill“-Kürbis bemalen, während sie, gemäß dem Motto des Restaurants, „eine gute schwule Zeit“ hatten.

Queere Praktiken, mit denen die Bildung in den USA diskreditiert wird

Die Wut, die Senator Cotton gegen die öffentlichen Schulen von Loudoun County in Florida über die geschlechtsneutrale Politik des Bezirks und die Beteiligung des FBI zum Ausdruck brachte, kann nur verstanden werden, wenn man sich ansieht, wie extrem dieser Bezirk in seinen Lehren über systemischen Rassismus geworden ist.

„In den vergangenen Monaten wurden die öffentlichen Schulen von Loudoun County aufgrund der laufenden Diskurse über Gerechtigkeit, Transgender-Rechte, Rassismus und kritische Rassentheorie in das nationale Rampenlicht gerückt. Schulvorstandssitzungen, die normalerweise der Anerkennung leistungsstarker Schüler und Diskussionen über Schuletats vorbehalten sind, sind zu politischen Brennpunkten voller Spannungen, Wut und Chaos geworden.“

Eine der eigentümlichen Praktiken in diesem Bezirk wurde von einem Sportlehrer vorexerziert. Dieser ließ seine Schüler so tun, als wären sie entlaufene Sklaven, während sie sich durch sportliche Hindernisse kämpfen mussten, die vom historischen geheimen Fluchtweg inspiriert waren, der einst von entflohenen Sklaven benutzt wurde, um in die Freiheit zu gelangen. Die Eltern der Kinder sahen jedoch keine Notwendigkeit, den Sportunterricht zu einer weiteren interdisziplinären Unterrichtseinheit zum Thema Rassismus zu machen.

Die Schule entschuldigte sich daraufhin für diese „kulturell unsensible“ Lektion – aber erst als sie erfuhr, dass einer der Schüler, der wie ein Sklave um seine Freiheit „kämpfen“ musste, tatsächlich schwarz war und sich von den antirassistischen Aktivitäten demoralisiert fühlte. Hoppla. Der Schuss ging nach hinten los. Die Anti-Rassismus-Übung der Schule erwies sich als rassistisch.

Die Präsidentin des Ortsverbandes des Nationalen Vereins zur Förderung farbiger Menschen, Michelle Thomas, sagte kritisch: „Der Bezirk Loudoun hat eine Geschichte in der Fehlerziehung von Kindern, Punkt eins, und zweitens, bei der Begehung rassistischer Dinge unter den Schülern. Das ist das Ungeheuerliche und zusammen mit dem Timing – der Pride-Woche – unglaublich.“ Hoppla. Immer und immer wieder Hoppla.

Eltern, die den Schulbezirk Loudoun wegen seiner krampfhaften Versuche in antirassistischem Unterricht verklagt haben, sagen, dass die einzige Errungenschaft dieses Unterrichts darin bestehe, den Schülern zahlreiche Gründe beizubringen, sich gegenseitig zu hassen. Einer der Kläger, der kubanische Wurzeln hat, sagte: „Ich bin ehrlich, wir reden hier nicht über Rasse. Meine Kinder sehen die Welt nicht durch die Linse unterschiedlicher Hautfarben. Ich lebe seit 23 Jahren hier. Was sehen diese Schulbeamte, was ich nicht sehe?“

Ich bin nicht der Meinung, dass rassistische Handlungen nicht bestraft werden sollten. Aber hilft es den Schülern, wenn man sie ständig dazu auffordert, über Unterschiede in der Hautfarbe nachzudenken, ihren Klassenkameraden gegenüber farbenblind zu werden? Oder sind die unbeholfenen Versuche der Schulen, alle ständig an Rassismus zu erinnern, hilfreich, wenn man alle dazu verpflichtet, sich endlos entschuldigen zu müssen statt zu einer Versöhnung zu gelangen?

Der Nationale Verband der Schulbehörden distanzierte sich von seinem Brief, in dem Generalstaatsanwalt Garland aufgefordert wurde, gegen den „elterlichen häuslichen Terrorismus“ vorzugehen, und erklärte allen seinen Mitgliedern: „Im Namen des Verbands der Schulbehörden bedauern wir den Brief und entschuldigen uns dafür. Es gibt für einige der enthaltenen Formulierungen in diesem Brief keine Rechtfertigung.“ Huch, wer hätte das gedacht?

„Wir entschuldigen uns auch für die Belastungen und den Stress, die diese Situation Ihnen und Ihren Verbänden verursacht hat.“ Genau. Das FBI gegen Eltern auf den Plan zu rufen und sie als „inländische Terroristen“ zu beschuldigen, weil sie wütend sind über Dinge, wie Kinder, die gebeten werden, darüber zu spekulieren, wie man Babys in vermarktbare Nahrung verwandeln kann und zu einem Gott zu beten, der Kinderopfer fordert, neigt dazu, dass bei gewissen Eltern der Kragen platzt.

Der Erfolg der Schulbehörde, das FBI mit einzubeziehen, veranlasste die republikanische Hälfte der Kommission für Bürgerrechte, einen Brief an Generalstaatsanwalt Garland zu senden, in dem sie festhielt: „Wir sind besorgt darüber, dass vieles von dem, was der Verband der Schulbehörden als Drohungen und Einschüchterungshandlungen bezeichnet – und mit ‚inländischem‘ Terrorismus und Hassverbrechen vergleicht –, lediglich als politischer Winkelzug eingestuft werden muss.“ Sie baten Garland, Beweise für terroristische Handlungen der Eltern vorzulegen, die es rechtfertigen, dass dem FBI befohlen wurde, die Sitzungen des Schulvorstandes auf terroristische Aktivitäten zu überwachen.

Vielleicht wird als nächste Schullektion, die in den Lehrplan aufgenommen wird, eine Diskussion zwischen Lehrern und Schülern darüber sein, wie man herausfinden kann, ob die Eltern verdeckte inländische Terroristen sind oder nicht. Lehrer könnten die Anzeichen benennen, wann Eltern als verdeckte Terroristen gelten könnten, wie zum Beispiel, dass sie sich unangemessen gegen den Lehrplan der Schulen äußern oder sogar Waffen besitzen oder sich positiv über Hausunterricht äußern, mit dem die Kinder in eine enge, sektenähnliche Umgebung, unter der einzigen charismatischen Führung der Eltern gestellt werden. Wie werden diese benachteiligten Schüler unter diesen Umständen die „kritische Rassentheorie“ lernen können, die lehrt, dass Mathematik autoritär und rassistisch ist, selbst wenn man Dinge wie 2+2=4 sagt, weil einige Kulturen es vorziehen zu glauben, dass das mathematische Resultat fünf lautet. Das eigentliche Argument dafür wäre, dass, wenn man vier Objekte hat, diese von fünf Leerräumen umgeben sind. Zwei Objekte plus zwei Objekte können also durchaus fünf Leerräume ergeben.

Daraus würde ich schließen, dass bei den Schulbehörden einige Köpfe mit Leerräumen rollen sollten. Doch diese Leute klingen so, als hätten sie nicht viel Nuancen für bildliche Sprache. Und da ich selbst nicht als inländischer Terrorist abgestempelt werden möchte, lassen Sie mich zum Abschluss noch den Haftungsausschluss hinzufügen, dass ich nicht zwischen den Zeilen die Botschaft verkündet habe, in der ich Eltern auffordere, mit der Axt zu der nächsten Sitzung des Schulvorstands zu erscheinen.

Link zur Quelle: RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Übersetzt aus dem Englischen. FILE PHOTO. © Reuters / EVELYN HOCKSTEIN 

David Haggith ist ein Autor, der von Putnam und HarperCollins verlegt wird. Er ist Herausgeber des Great Recession Blog und schreibt für über 50 Webseiten für Wirtschaftsnachrichten. Er twittert seinen Humor rund um die Themen der Wirtschaft unter @EconomicRecess.

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